Schulchronik

Die Elisabethschule verdankt ihre Entstehung im Jahre 1947 den tatkräftigen Bemühungen des damaligen Pastors Sprehe der katholischen Gemeinde St. Elisabeth, der aus der Not heraus kurz nach Kriegsende seine Pfarrgemeinde zur Selbsthilfe aufrief, um neuen Schulraum für die heranwachsende Generation zu schaffen. So entstand aus eigenen Mitteln und eigenen Kräften ein Schulbau, an dessen Ende am 9.5.1947 die Kinder der ersten vier Klassen in die neugeschaffenen, von ihren Vätern errichteten Klassenräume einziehen konnten.

 

Über die Entstehung und den Anfang der Elisabethschule aus der Schulchronik

 Die grenzen der Kirchengemeinde St. Elisabeth erstreckten sich im Jahre 1946 von Hellern bis zur Uhlandstraße und vom Pappelgraben über den Westerberg zur Natruperstraße. 
Die Schulkinder der Pfarrgemeinde besuchten überwiegend die Johannis- und Domschule. Herr Pastor Sprehe hatte den Wunsch, für die Schulkinder seiner Gemeinde eine eigene Schule zu erreichten. Sein Plan wurde von den Eltern sehr begrüßt. Ihnen wurde auch bewusst, dass ein Schulbau zu der Zeit nur in Eigenleistung entstehen konnte. 
Der erste nervenaufreibende Kampf galt der Baufreigabe des Schulplatzes an der Augustenburgerstraße. Im April 1946 konnte mit dem ersten Spatenstich für den Schulbau begonnen werden.
Und nun wetteiferte der Herr Pastor Sprehe mit den ungezählten freiwilligen Helfern an der Vollendung des Gebäudes. Nicht ein einziger Stein und Nagel, noch ein Dach Zement wurde den idealgesinnten Männern von öffentlicher Seite zur Verfügung gestellt. Alles war reine Selbsthilfe der Kirchengemeinde. Immer wieder galt es äußere und innere Schwierigkeiten zu überwinden. Aber bis zur Vollendung des Gebäudes kamen die Arbeitsfreude und der Arbeitseifer aller Beteiligten nicht zum Erlahmen. 

Am 9. Mai 1947 wurden die ersten Kinder von der Johannisschule zur Elisabethschule geführt. Herr Tennfelde übernahm zu dem Zeitpunkt die Schulleitung und und unterrichtete gemeinsam mit einer anderen Lehrkraft die vier Klassen. Erst im Laufe des Schuljahres kamen zwei weitere Lehrkräfte dazu. 
Wie diese Aufbauleistung der Kirchengemeinde St. Elisabeth in der Öffentlichkeit gesehen wurde und welche Entwicklung die Schule nahm, belegt am besten ein Zeitungsartikel aus dem Jahre 1948 (s. Bilder).

 

Der Schulaufbau der Elisabethschule an der Ernst-Sievers-Straße

 War auch der Schulbau der Kirchengemeinde St. Elisabeth an der Augustenburgerstraße - wie es die Presse schrieb - ein Beispiel selbstloser Hilfe und opferbereiter Tatgemeinschaft, so war er doch schon bald nach dem Bezug für die wachsende Schülerschaft viel zu klein. 
Nach jahrelangem Drängen von Seiten der Elternschaft und der Schulleitung legte die Stadt am 19. August 1955 den ersten Plan zum Neubau der Elisabethschule vor. 
Zum Bau vorgesehen waren zunächst: 

12 Klassenräume
1 Lehrerzimmer
1 Rektorzimmer
2 Lehrmittelzimmer
3 Gruppenräume
1 Dienstraum für den Hausmeister
1 Elternsprechzimmer (Arztraum)
1 Bibliotheksraum
1 Duschanlage
1 Turnhalle

 Gebaut wurden dann in den Jahren 1958 und 1959:

10 Klassenräume
4 Gruppenräume
1 Lehrmittelzimmer
1 Elternsprechzimmer (Arztraum)
1 Eingangshalle mit Treppenaufgang
1 Wohnung für den Hausmeister 

Zwei Klassenräume konnten durch Schiebetüren mit dem dazwischenliegenden Gruppenraum zu einem Großraum für Schulfeiern hergerichtet werden. 
Die erstellten drei Gruppenräume mussten als Rektorzimmer, Lehrerzimmer und Lehrmittelraum genutzt werden. 
Wenn auch der Neubau der Elisabethschule noch viele Wünsche für einen reibungslosen Schulbetrieb offen ließ, war doch die gesamte Schulgemeinde froh und dankbar über das Erreichte. Am 6. März 1959 weihte Bischof Helmut Hermann Wittler in einem feierlichen Akt die neue Schule ein. 
Physik-, Werk-, Koch- und Sportunterricht mussten in der benachbarten Rückertschule erteilt werden. Vorgesehen war ein zweiter Bauabschnitt mit:

2 Klassenräumen
2 Fachräumen
2 Lehrmittelzimmern
1 Turnhalle mit Duschräumen und Toiletten
1 Lehrerzimmer
1 Rektorzimmer
1 Verwaltungszimmer
1 Trainingswiese
1 Spielplatz

Aufgrund der Schulreform im Jahre 1968 (Einführung der Förderstufe) wurde mit dem zweiten Bauabschnitt nicht mehr begonnen. Die Elisabethschule wurde zur Grundschule jahrgangsweise abgebaut. Im Jahr 1969 wurde mit dem Bau einer Turnhalle begonnen. Sie wurde 1970 fertiggestellt. Die Elisabethschule nahm eine Klasse mit körperbehinderten Kindern auf. 
Als der damalige Hausmeister der Schule 1971 an die Orientierungsstufe Dom versetzt wurde, richtete man die freigewordene Wohnung für die
Schulverwaltung und als Lehrerzimmer her. 
Der Schulentwicklungsplan der Stadt Osnabrück zur Umgestaltung des Schulwesens in der Stadt wurde von 1972 bis 1975 durchgeführt. Im Sommer 1975 musste die Elisabethschule in das Gebäude der Rückertschule umziehen. Das Gebäude an der Ernst-Sievers-Straße wurde der Montessorischule überlassen. 
In der Rückertschule wurden einige Umbauarbeiten und eine grundlegende Renovierung vorgenommen. Die Elisabethschule erhielt im Obergeschoss des Gebäudes an der Rückertstraße 8 Klassenräume, 2 Lehrmittelzimmer, 1 Lehrerzimmer, 1 Rektorzimmer und ein Verwaltungszimmer. Die Fachräume mussten sie mit der Rückertschule gemeinsam nutzen. 

Die Elisabethschule ist seit 1975 Grundschule. 

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